Donnerstag, 11. April 2013

Eine Liebeserklärung - auf das Erwachsenwerden

2003 - 2013 - and counting…




Liebe Julis, mit euch bin ich aufgewachsen. Ich durfte 14 Konzerte miterleben, durfte im Radio über euch sprechen, durfte in einem Fernsehbeitrag über euch mitwirken.

Durfte euch persönlich kennenlernen, durfte mit euch schreiben, mit euch reden, dabei sein. Durfte 4 Drumsticks von Marcel behalten, durfte mir Plektren von euch signieren lassen, durfte Fotos mit euch machen.

Ihr habt euch meinen Namen gemerkt, ich habe stundenlang vor den Hallen gefroren und im Sommer Open Air geschwitzt und habe Schilder für euch gebastelt.

Ihr habt einen Song an uns / für uns Fans geschrieben, der mir jedesmal wenn ich ihn anhöre einen Schauer über den Rücken jagt.

Durfte Freunde mitbringen, konnte ihnen dadurch verständlich machen wie es in mir aussieht.

Ihr habt meine Freunde und mich zusammengeschweißt, inspiriert.

Durch euch habe ich neue Freunde kennengelernt.


Ihr wart in all den Jahren der treue Begleiter. Obwohl wir uns nur ein paar Mal gesehen haben, seid ihr doch auf irgendeine Weise immer greifbarer und eure Musik "da" wenn man sie braucht.

Wenn man Rat sucht, sich freut, weint oder bei all den Oberflächlichkeiten unserer Welt ein bisschen Wahrhaftigkeit braucht.

Eure Musik hat mich durch die Schule begleitet, durch die Oberstufe, durch das Abitur. Durch Liebe, Trennung, durch die Ausbildung und den ersten Job.




Nach dem Release von "Ein neuer Tag" hörte ich mir das erste Mal "Dieses Leben" an und musste weinen, weil mich vorher noch nie etwas derartig, spontan und direkt, bewegt hat.

Mit "Dieses Leben" habt ihr den besten Song aller Zeiten geschrieben.

Mit "In Love" habt ihr das beste Album aller Zeiten herausgebracht.




Vor allem aber durfte ich eure Musik durch eure Ehrlichkeit und Echtheit so direkt miterleben wie es nur sein kann.

Dafür danke ich euch. Für eure Treue, eure Freude, und die fetten Bässe bei den Konzerten.

Ich hoffe dass ich euch auf eurem weiteren Weg noch ein bisschen begleiten kann.

Aber vor allem bleibt eins: Auch wenn es sich jemandem der etwas ähnliches nicht erleben durfte, vielleicht nicht erschließen mag, warum mir das Ganze soviel bedeutet - ihr seid ein Teil meines Lebens und meiner Geschichte geworden - und das ist einzigartig.



Das ist ein Gruß

an meine Band…

xxxxxx
Danielo




Dienstag, 9. April 2013

Modesünden für den Frühling


Die sonnigen Tage werden zunehmend häufiger, zwar spielen die Temperaturen noch nicht so wirklich mit,

dennoch fühlt man sich immer mehr wie aus dem Winterschlaf gerissen und freut sich auf die vielen Möglichkeiten, die uns die S/S Mode 2013 beschert.

Wisst ihr, eigentlich könnt ihr anziehen was ihr möchtet. Aber da gibt es so gewisse Dinge, die...... naja schaut selbst:


Die Oakley Sonnenbrille:

Die No-Go Sonnenbrille schlechthin. Es geht nicht uneleganter. Wenn man nicht gerade Formel 1 Fahrer oder Speerwerfer ist, dann sollte man diese Sportbrillen gleich wegwerfen. Vor allem in der Stadt beim Shoppingbummel total unpassend.





Die zu kurz geratene Denim-Shorts bei Männern:


Nichts gegen durchtrainierte Männerbeine, aber alles zeigen muss man ja nun auch nicht. Vor allem nicht im typischen Standard-Blau und am "besten" noch mit ausgefransten Enden. Das überlassen wir lieber den Frauen…



Flip Flops:

No-Go. Gott sei Dank letzten Sommer fast gänzlich von Männerfüßen verschwunden. Diese Dinger wurden in den letzten Jahren immer und immer und immer wieder getragen. Am Strand okay, aber nicht in der Stadt. Wozu gibt es denn sonst seit längerer Zeit die tollen geschlossenen Espadrilles zu kaufen?



Die Hollister-Jogginghose :

Milliardenfach verkauft und anscheinend der Top-Hit - nicht. Mit Jogginghosen geht man nicht vor die Tür, auch nicht wenn man denkt man wäre ja aber "High Class" weil man Hollister statt Limited drauf stehen hat. Ich sehe es wie Karl Lagerfeld: "Wer Jogginghosen trägt hat die Kontrolle über sein Leben verloren"

PS: Die beste Version ist noch die männliche Interpretation des Lässig-Looks. Am besten mit einer weiten Boxershort unten drunter kombiniert und man kann sogar beim Shoppen Eier schaukeln.



Die Ice Watch:

Sommer heißt nicht gleich, dass man in allen Bonbon- und Regenbogenfarben herumlaufen sollte. Pinkes Shirt, gelbe Shorts, blaue Flip Flops, Surferkettchen und die weiße Ice-Watch. Herzlich willkommen im Papageienparadies. Accessoires sollten zurückhaltend sein. Außerdem geht mir nicht in den Kopf warum man so viel Geld für eine schlecht designte Uhr aus einem minderwertigen Material ausgeben will.




Die adidas Tasche:

Und das schlimmste zum Schluss. Das schiere Grauen aus Plastik-Fake-Leder mit Gold-Glitter Aufdruck. Es gibt keine Tasche die schlimmer aussieht und ausgelutschter ist als das klassische adidas Modell. Noch schlimmer ist wenn Männer (sind das dann eigentlich noch Männer?) diese Modelle mit sich herumtragen. Viel zu oft gesehen, billiges Aussehen und grauenhafte Farbvarianten. Lieber ne 9,- € Tasche bei H&M mitnehmen als diese hier.





Sonntag, 4. November 2012

Sie ist wieder da

Sie ist wieder da. Sie frisst mich auf. Sie raubt mir den Schlaf. Sie wirft mich hoch um mich auf den Boden zu schmeißen. Um mich am Boden zu sehen. Und sie ist immer erfolgreich. Ich werde wahnsinnig. Und sie erreicht ihr Ziel. Mit einer Präzision die ihresgleichen sucht. Sie ist sinnlos und existiert nur aufgrund meiner Schwäche. Und sie sieht mich leiden. Und ich leide. Und ich weiß, dass sie alles zerstören wird. Und ich kann nichts tun. Es ist nicht mehr in meiner Macht. Sie verbrennt mich. Ich bin nicht in einer A.Ziehung. Bin ich in einer B.Ziehung oder in einer C.Ziehung?
Ich bin machtlos.

Ich habe das Gefühl, dass die Sterne, meine Sterne fallen...

Samstag, 3. November 2012

Medina

Das Medina - Phänomen

Faszination - Begeisterung - Emotion - Sprache - Authentizität





Andrea Fuentealba Valbak - 2010 - Hamburg
Im Radio höre ich einen Song names “You and I” - was für eine kraftvolle Nummer.
iTunes wird geöffnet, reingehört. “Welcome to Medina” - was für ein Album. Gekauft.
Und gehört. Rauf und runter. “Welcome to Medina Tour” in Hamburg. Ich kann nicht hin. Laut.de verreißt das Album und zieht den unsäglichen Vergleich einer europäischen Lady GaGa - das muss gut sein.
Irland 2011. Das Album “For altid” und eine Akustikperformance im dänischen Fernsehen fangen mich endgültig ein. Es folgen Recherchen und ein Kennenlernen der dänischen Musikszene. Mainstream? Ja, aber verstanden habe ich noch nie warum das für so viele Musikbegeisterte ein Schimpfwort ist. Beim Durchblättern der Albumbooklets fällt mir auf: Jeder Titel “written and composed by A. Valbak”. Hier haben wir also eine Künstlerin, die jeden ihrer Songs selber schreibt. Vielleicht ein Grund für ihren Erfolg? Nun, zumindest ein wichtiger Bestandteil.

Ein bisschen Ironie ist schon dabei, dass der Lebensabschnitt “Irland” für mich durch eine dänische Künstlerin (von Interpreten halte ich nicht wirklich viel) vertont wird und eine emotionale Bedeutung für mich bekommt. Und nicht nur durch Medina, sondern auch durch Nik&Jay, Tina Dickow und vor allem Burhan G. Dies ist ein Plädoyer für dänische Musik.

Hamburg, 25.10.2012 - ein Schlüsselereignis. Das Licht geht aus und eine zierliche Person kommt von Links im Dunkel auf die Bühne der Hamburger Markthalle. Und dann beginnt sie zu singen. Ein Moment in dem man sich selber sagt: Ich bin hier, ich bin echt, ich bin glücklich.
Oftmals als unterkühlt wahrgenommen, zeigt Medina bei diesem Konzert ihr wahres Ich. Man erkennt die Leidenschaft für Mode, man erkennt echte Gefühle und echtes Glück. Wenn eine Künstlerin das Mikrofon senkt und den Monitor rausnimmt und die Augen schließt, den Kopf senkt, um die Besucher die eigenen Songs singen zu hören, und danach ein Lächeln in die Menge zu werfen, dann weiß man, was Emotion bedeutet.
Und wenn ein Künstler mitten im Konzert einen Song spielt, der in der Setlist nicht vorgesehen ist, der in der Muttersprache gesungen wird, dann kann es nicht authentischer sein.

Für mich war der Song “12 dage” nochmal eine Stufe höher, die ich bei einem Konzert noch nicht erlebt habe. Weder bei MIA. noch bei JULI, noch sonst jemandem. Der Unterschied die Texte in der Muttersprache oder einer Fremdsprache zu singen war eklatant, auch für das Publikum. Ich bin noch nie so von einer Darbietung berührt worden, dass mir die Tränen kamen. Vor allem die Gefühle des Songs ohne Sprachkenntnisse des Publikums derartig zu transportieren, ist eine Meisterleistung. Ich glaube in diesem Moment hat jeder im Publikum begriffen, worum es in diesem Song ging ohne auch nur ein Wort verstanden zu haben. Und was, wenn nicht das ist authentisch und wahrhaftig?

Ich danke Medina für diese wundervolle Erfahrung und werde ihre Musik mein Leben weiter begleiten lassen. Und ich bin wirklich heilfroh in Hamburg zu sein, einer Stadt in der solche Erlebnisse möglich sind.

Danielo


Montag, 7. Mai 2012

The urban Bohème


The urban Bohème.

We are the urban Bohème of the 21st century.
The big cities of this world are our territory.
We condemn the lack of style and define a new lifestyle.
Style is not just the way a person looks, but furthermore the whole personality and the human in his entireness.
We are tired of the lack of good manners of the young generation of today. This does not mean conservatism but the ultimate modernism.
We are free of prejudices and talk to people like they talk to us. We don't like stereotypes. We are who we are. No matter what color of skin or what kind of sexuality we have.



We don't need a leader. Individualism is the highest property we have. We don't follow a certain religion or a certain leader. We are free. We love liberal arts. Fashion and Music, Literature and visual arts. Fashion is our holy grail. The fashion industry, craftsmanship an the creative work of the designers need to be protected. Counterfeits are no option, neither in personality nor in fashion. Fashion is the ultimate expression of our individualism and our personality. We don't need to be fake. We are authentic.




Fashion and arts are life itself. Living in todays society is hard. So we build a social group of thinkers. We reflect our life and our society and support each other in our projects, thoughts and ideas. Our challenge is life itself. After life - there's only the death expecting us. Therefore we live our own lives and not the lives of others. We think differently, that's one of our core values. In our lives - we count ! We always give a 100% at everything we're doing. We fight against the political establishment. We fight against bigotry and prejudices. We participate. In the end, we will be victorious and will have made the best out of everything. The World we live in will be a free and an open-minded world. And if we don't make a change - fuck it. At least we enjoyed our lives.


We are the urban Bohème. We are stylish and confident. We impress. We are young. We are on a continuous journey to find ourselves and our own way.

We are the urban Bohème. Share the love!




Montag, 30. April 2012

Gerede…

Geschwätz, Tratsch, Klatsch. Einfach nur furchtbar…

Getexte, Gerede, Blödsinn… Menschen können ihre Klappe einfach nicht halten.

Frei nach Lagerfeld…"Wähle weise, sei selbst deine höchste Instanz und lebe dein Leben für dich…nicht für Andere."

Montag, 23. April 2012

"If it's bitter at the start…

…then it's sweeter in the end." (Madonna, Get Together)





Genau so ist es. Es ist Halbzeit. Noch 10 Wochen und dann ist Feierabend. Dann ist Entscheidungszeit.

Ich habe das Gefühl, in gewisser Hinsicht, bis zu einem bestimmten Grad in Irland angekommen zu sein. Es ist das erste Mal, dass ich mich nachts ins Wohnzimmer setzen kann, die Musik aufdrehe und einfach mal meine Gedanken schweifen lassen und einfach drauf losschreiben kann. Das ist ein unglaublich befreiendes Gefühl. Heute bin ich mal Aussteiger. Aussteiger aus dem Alltagsmist, der mich Tag für Tag beschäftigt. Und zwar rund um die Uhr.

"Liberate your mind, your thoughts…"

Dieser Ausstieg ist wohltuend. Alltag ist gefährlich. Man verfällt in Muster, Verhaltensweisen, schafft Angewohnheiten, Unarten und vergisst sich selber. Ich habe mich bisher zu sehr vergessen. Habe alle Energie in die Arbeit gesteckt und mich mit Einkäufen und anderen Dingen abgelenkt. Aber das worauf es wirklich ankommt, das habe ich zu sehr vernachlässigt: Meine Gedanken und Gefühle. Ich bin drüber gestolpert und wichtige Dinge sind zu Ende gegangen, ohne dass ich es wirklich realisiert hätte. Irgendwie ironisch, dass ein derart egozentrischer Mensch wie ich sich selber vergessen kann, nicht? Was hat das zu bedeuten? Ändert sich meine Persönlichkeit? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall ist es spannend die Erkenntnis gewonnen zu haben und zu reflektieren. Das ist wirklich hilfreich. Verlass deine Warte und gewinne ein bisschen Distanz zu dir selber und schau auf dich selbst und reflektiere was mit dir passiert. Das ist der Unterschied zu Menschen mit eingeschränktem Horizont, die ständig in ihrem eigenen, kleinen Universum, vielleicht auch Parallelwelt, leben und nicht begreifen, dass das Leben hauptsächlich vom eigenen Handeln bestimmt wird und nicht ausschließlich durch das Wirken Anderer beeinflusst wird.

Was hat mich sonst noch beeinflusst, interessiert, bewegt die letzten Tage?

- Feststehende Rituale des Lebens sind nicht unverzichtbar. Es kommt darauf an wie man mit der veränderten Situation umgeht.

- Der Politikbetrieb in Österreich scheint um einiges interessanter als der Deutsche zu sein.

- Cro ist ein verdammt cooler Typ.

- Confessions On A Dancefloor ist Madonnas bestes Album. Ein Flow, super Lyrics und geniale Intensität.

- Der BVB ist nun seit 10 Jahren mein Lieblingsverein und hat verdient die deutsche Meisterschaft gewonnen.

- Ich verliere seit mehreren Wochen kontinuierlich leicht an Gewicht und weiß nicht, woran es liegt.

- Die französische Präsidentschaftswahl ist genau so ausgegangen wie ich es erwartet habe.

- Iren sind die Amerikaner Europas. Sie wissen nichts über alles was über die Grenzen ihrer Insel hinausgeht.

- Ich bin nicht mehr so einsam wie am Anfang meines Praktikums.

- Nächste Woche besuche ich das erste Mal einen Homoclub auf dieser merkwürdigen Insel.

- Heidi Klum ist immer noch die schönste Frau auf diesem Planeten.